Bundestreffen der „Libertären Plattform“

So, das wars also nun, das erste Bundestreffen der sogenannten „Libertären Plattform in der FDP“ zu der natürlich, ganz im libertären Sinne, nicht nur FDP-Mitglieder eingeladen waren. Die Organisatoren rechneten zu Beginn ihrer Planungen mit 20 Teilnehmern, es wurden knapp 60, die sich in dem Haus einer Bonner Burschenschaft trafen. Sicherlich ein Erfolg, der so keineswegs vorhersehbar war.

Bevor ich mich an den Inhalt der Vorträge und Debatten mache, erst noch ein Lob ans Orga-Team: auch grad in Anbetracht der vorher ungewissen Teilnehmerzahl war die Veranstaltung planungstechnisch ein voller Erfolg. Der niedrige „Tagungsbeitrag“ (eher eine Getränke- und Knabberkram-Flat inkl. Frühstück) machten dann auch die „rustikalen“ Schlafmöglichkeiten wohl mehr als wett, wobei ich mich dem eh durch „Fremdschlafen“ in Köln entzog.

Fürs nächste Treffen wäre allerdings wohl dann ein größerer Tagungsraum empfohlen, denn es ist davon auszugehen, dass dann sicher noch einige Teilnehmer dazukommen werden. Man muss bedenken, dass dieses erste Bundestreffen nur durch Internet beworben wurde und ich allein schon 5 Personen kenne, die eigentlich gern mitgekommen wären, wenn sie denn ein wenig eher davon erfahren hätten.

 


Nun gut, soviel erstmal zum drumherum, gehen wir mal ans Eingemachte:

Die Gäste: Als Redner konnten die Jungs von der Orga 4 mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten der liberalen/libertären Szene gewinnen, die sich jeweils nach einem Referat oder Vortrag einer Diskussion stellten:

–          Stefan Sedlaczek zum Thema „Die Freie Bildung“

–          Frank Schäffler, MdB zum Thema „Privat vor Staat – Mehr Mut in der Politik“

–          Carlos A. Gebauer zum Thema „Gerechtigkeitskonzepte zwischen Nächstenliebe und Totalitarismus“

–          Ingo Stolle zum Thema „Marktwirtschaft und FDP“

Spannend und informativ waren alle 4 Diskussionsrunden, wenngleich mir persönlich Gebauer und Stolle den meisten Input liefern konnten.

Am Sonntag fand dann zuguterletzt noch eine Diskussion über die „Bonner Erklärung“, mit der die LP bei der FDP auf sich aufmerksam machen will, statt und es wurde angesprochen, wie man sich die weitere Zukunft der Organisation vorstellt. Da ist der Diskussionsprozess aber noch nicht beendet, ich werd Euch aber hier auch auf dem laufenden halten… Man darf gespannt sein.

Die Teilnehmer: Das Verhältnis FDP-Mitglied zu Nicht-FDPler lag wohl so knapp bei 35:65%. Vielen Teilnehmer ist die FDP bisher nicht liberal genug, von libertär mal ganz zu schweigen. Das Verhältnis „klassisch liberal“ zu „libertär“ zu „anarchokapitalistisch“ vermag ich nicht beurteilen, es lag aber vermutlich im ausgewogenen Bereich. „Prominentester“ Telnehmer war vermutlich Andre Lichtschlag, Herausgeber des „eigentümlich frei“-Magazins. Ebenso am Samstag-Abend war dann auch noch Josef Schüßlburner anwesend, der sich den Fragen stellte.
Weibliche Personen waren es leider nur derer 2, die permanent anwesend waren, dazu gesellten sich hin und wieder noch 1-2 weitere… In diesem Bereich gibt es also noch Nachholbedarf.

Nun, man darf, wie schon erwähnt, gespannt sein, was sich in Zukunft aus diesem ersten Bundestreffen ergeben wird. Die Veranstalter planen fürs nächste Jahr im März in Berlin bereits ein zweites Treffen, es scheint also etwas in Bewegung geraten zu sein. Wie nun die FDP auf die neue Plattform reagieren wird kann man noch nicht abschätzen, allerdings fiel am Ende des Treffens der Hinweis, dass auch ein zweiter Bundestagsabgeordneter sich bereit erklärt hatte, zu kommen, es scheiterte dann aber wohl an Terminschwierigkeiten. Es scheint, also ob das libertäre Gedankengut auch in der FDP-Fraktion schon Befürworter hat…

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