Der alltägliche Staatlichkeitswahn…

Mittlerweile könnte man tagtäglich mehrere Blog-Einträge zum Thema „Der Staat wirds schon regeln, auch wenns nix bringt!“ schreiben… Ich belasse es mal mit einigen ausgewählten Themen, die den Irrsinn, der momentan allerorts um sich greift, aufzeigen. Und ich beschäftige mich da mal nicht mit den großen Themen wie Finanzkrise etc. Grad bei den „Kleinigkeiten“ sieht man sehr deutlich, wie hilflos einem der Staat vorkommt bzw. wie unsinnig Verbote eigentlich sind, weil sie nur zu Schlupflöchern, zum Ausweichen auf andere Dinge oder oder oder führen….

Die schon in den letzten Tagen oft erwähnte und diskutierte Indizierung eines Blogs zum Thema Magersucht lass ich hier auch mal aus (zum Thema Sinn und Zweck von Indizierung, Beschlagnahmung und Zensur könnte mal ein eigener Eintrag fällig werden), ich will da lieber mal drei andere Themen rauskramen:


1. „Polizei beschlagnahmt nachgedruckte Nazi-Zeitungen“ schreibt der Tagesspiegel. Ob der Freistaat Bayern damit dem Verlag nun kostenlose Publicity schenken will? Oder irgendwann selbst mit solchen Ausgaben Millionen verdienen will? Anders kann man sich die Aktion so langsam nicht mehr erklären. Offiziell will man gegen die Verbreitung von Nazipropaganda und gegen die Verletzung eines eh nicht völlig geklärten Urheberrechts vorgehen. Dass das ganze Projekt von renomierten Historikern wissenschaftlich begleitet wird ist dabei völlig egal. Naja, warten wir eben auf die illegalen Nachdrucke aus dem Ausland – natürlich dann unkommentiert. Damit kann man den Nazis eh viel mehr Freude bereiten…

2. „Verbot in Kraft: Modedrogen-Mischer tüfteln an Spice-Ersatz“ steht bei SPON. Und es beweist sich mal wieder die These: Drogenverbote führen zu nix anderem als zu neuen Drogen, die meist noch „gefährlicher“ sind als die Verbotenen. Dem Problem an sich wird man dadurch aber nicht Herr, im Gegenteil: man macht die verbotenen Substanzen damit nur noch interessanter für die Zielgruppen. Und was genau den Staat dazu ermächtigt, den „freien Bürgern“ unseres Landes vorzuschreiben, was sie zu sich nehmen dürfen steht ja noch auf nem ganz anderen Papier. Die von allen zu tragenden Gesundheitskosten können es ja nicht sein, denn sonst müsste man Alkohol ja schon längst verboten haben… Aufklärung und Eigenverantwortung statt Prohibition könnte mal ein Versuch sein, oder?

3. „Blau machen soll teuer werden“ kann man im Tagesspiegel lesen. Berlin will ein Busgeld von bis zu 5000 Euro einführen, welches die Eltern von notorischen Schulschwänzern dann zahlen sollen. Klar, ganz sicher sind solche Familien dann auch dazu in der Lage. Und wenn nicht? Erzwingungshaft für die alleinerziehende Mutter eines solchen Kindes? Oder soll sie ihren Nachwuchs in die Schule prügeln oder ins Heim stecken? Soviel dann zum Thema „Die Familie ist für die Erziehung zuständig“. In Wahrheit „erzieht“ schon lange der Staat und mit solchen Zwangsmaßnahmen nimmt man den Eltern immer mehr Spielräume zur freien Erziehung der Kinder. Aber wozu sich mal Gedanken um alternative Methoden zur Schulpflicht machen.. damit würde man ja dem Staat die Möglichkeit nehmen, die Jugend aufs „System“ einzuschwören…

Bin mal gespannt, was in Deutschland bald gegen die um sich greifenden Kampagnen zum Atheismus getan wird. Da muss man doch auch so langsam mal eingreifen!!! Am Ende glaubt der Bürger noch an was er will…
Vielleicht kommt bald auch eine Verfassungsänderung wie in Bolivien… dort kann der Staat in Zukunft Land enteignen, das keine „soziale Funktion“ erfüllt. Im übrigen darf man eh nur noch maximal 5000 Hektar Land besitzen. Wäre ja sonst noch schöner…

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