Freiheit statt Sozialismus!

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen sozialistischen Staat. Zumindest titelte das vor kurzem die Financial Times Deutschland auf ihrer Webseite. Die Bundesbürger könnten sich nach einer Emnid-Umfrage zufolge mit marxistischen Ideen anfreunden, wenn für Arbeit, Sicherheit und Solidarität gesorgt sei. Besonders beunruhigte mich dabei, dass 20 Jahre nach der Wende und Wiedervereinigung in Ostdeutschland dabei mit 80% der Menschen sich anscheinend nach alten Zuständen zurücksehnt und nur 28% den Wert „Freiheit“ als wichtiges politisches Ziel benennen. Weiterhin wollen 23% der Ost- und 24% der Westdeutschen die Mauer wieder errichten, für viele davon wäre das sogar das Beste was passieren könnte.

Wie konnte das nur so weit kommen, dass bereits zwei Jahrzehnte nach der friedlichen Revolution die Menschen ein System zurückwünschen, das ihnen viele Freiheiten nahm, ausspionierte, gängelte und einsperrte? Ich denke, die Menschen verwechseln „sozial“ mit „Sozialismus“. Sie verharmlosen und verkennen damit unbewusst das Unrechtssystem der DDR und erinnern sich nur an die Mär von Vollbeschäftigung, keiner Kriminalität und dass jeder für jeden da war. Die gute alte Zeit, in der sich Vater Staat(ssicherheit) rührend um jeden Bürger kümmerte.

Dazu passen nun auch die neuesten Äußerungen einer Sarah Wagenknecht, bekennende Marxistin, Mitglied der Linkspartei. Dort beheimatet in der Kommunistischen Plattform und seit 2009 nun auch Mitglied des Bundestages und wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Millionärssteuern fordert sie. Und für denn Fall, dass die Reichen und Vermögenden dann das Land verlassen will sie „Wegzugssteuern“ erheben.  „Jeder, der gehen will, kann gehen, aber er muss zahlen. Wer hier sein Geld verdient, muss es hier versteuern.“ Wenn Bürger ins Ausland gingen, „müssen sie ihr Vermögen hierlassen oder hohe Wegzugssteuern bezahlen“, sagte sie dem Stern.

Man erkennt, wohin diese Denke wieder führen wird: „wenn sie nicht freiwillig bleiben wollen, dann zwingen wir sie eben mit wahnsinnigen Zwangsabgaben. Oder nehmen ihnen eben ihr Vermögen“. Eine neue Mauer, die sich da langsam wieder aufbaut. Mit populistischen Thesen und Forderungen versucht man, diese Ideen auch noch als bürgerfreundlich und sozial zu verkaufen. Das Volk nimmt das wohlwollend zur Kenntnis, passend zur derzeitigen Stimmung.
Unterstützt durch Presse und Schulbücher wird da ein System zum Heilsbringer aufgebaut, das bisher immer und überall scheiterte. Eine Utopie einer friedlichen Welt mit angeblichen Freiheiten, die bei näherem Betrachten aber nichts anderes sind als ein Ablenkungsmanöver derjenigen, die ihre Ideologie mit aller Macht durchsetzen wollen. Und dabei keine Rücksicht nehmen, ob ihre Mitbürger das überhaupt so in aller Gänze möchten. Sie nutzen die Bequemlichkeit und Gutgläubigkeit der Massen, um die freiheitsliebenden und mitdenkenden Mitmenschen in deren Freiheiten zu beschränken. Immer mit dem erhobenen Zeigefinger der „sozialen Gerechtigkeit“.

Es wird Zeit, endlich wieder aufzuzeigen, dass der Sozialismus eben nicht das ist, was die Wagenknechts und Nahles dieser Republik immer versprechen. Letztendlich führt eine Beschneidung von Freiheiten immer zu Krisen. Lernen wir aus der Geschichte und lassen es daher erst gar nicht so weit kommen.

 

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