Nachmittagsgedanken…

Peer Steinbrück, seines Zeichens deutscher Finanzminister, schwört also laut der Welt-Online vom Kapitalismus ab. Zitiert wird er u.a. mit „Der Laissez-faire-Kapitalismus der Chicagoer Wirtschaftsschule hat gezeigt, das er unbrauchbar als Modell zur Kontrolle der Märkte ist“.

Jawoll Peer! Das Chicago-Modell ist wirklich nicht grad das beste Mittel zur Bewältigung einer Krise, die ein staatsplanwirtschaftliches kapitalismusähnliches System hervorgebracht hat. Davon mal abgesehen, dass unsere Finanzwirtschaft eh nur rudimentär nach Chicago ausgerichtet ist. Nichtsdestotrotz sollte man in heutigen Zeiten eher weniger nach Keynes und Co. schreien, sondern auch mal den alten Mises entstauben. Der hat immerhin schon 1931 in seinem Werk „Die Ursachen der Wirtschaftskrise“ erkannt, wer denn wirklich Schuld am Niedergang hat. Und was genau man am besten mal nicht machen sollte als Staat. Lustig an dem Buch ist: ändert man die Datumsangaben ab, ein paar Wörter hinzu und schon hat man eine wunderbare Blaupause für die heutige Zeit. Irgendwie scheint sich Geschichte also doch zu wiederholen. Und die Menschen lernen nicht aus alten Fehlern…

Kleiner Tipp Peer: Die von dir geforderte noch stärkere Kontrolle eines eh schon staatlichen Finanzwesens ist nicht des Rätsels Lösung, sondern wird nur noch mehr Schlupflöcher suchen lassen. Lies mal bisschen bei den Österreichern, die haben gut erkannt, wie man Wirtschaft Wirtschaft sein lassen sollte, ohne dass die Welt dabei untergeht. Aber ich befürchte, dass das nicht so recht in dein Weltbild passt. Aber man darf ja zu Weihnachten mal hoffen, oder?

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