So kann man sich täuschen…

„Mit Westerwelle kommt eine Figur an die Spitze, die schon seit 20 Jahren in Bonn/Berlin agiert, von der aber keiner sagen kann, wer er eigentlich ist. Er löst Befürchtungen aus, aber keine Begeisterung. War bisher ein deutscher Provinzpolitiker. Westerwelle kann weder englisch noch französisch. Er ist ein Politiker ohne Ausstrahlungskraft und Charisma. Hervorgetan hat Westerwelle sich durch einen unbändigen Aktionismus, Hektik, Betriebsamkeit, Show-Geschäft, eine Arbeitswut und Omnipräsenz, Alleskönnerei. Westerwelles Einzug ins Außenministerium sehen seine künftigen Untergebenen mit einiger Beklemmung entgegen. Aber sie rechnen damit, dass der außenpolitische Dilettant ohne den Apparat überhaupt nicht zurande kommen kann.“

Huch… sorry, da hab ich den Namen wohl einfach mal ausgetauscht… ursprünglich stand statt Westerwelle nämlich Genscher in dem Text. Woher der stammt? Der SPIEGEL plante im Frühjahr 1974 ein Titelstück über den Neuling im Amt. In einem Konzeptpapier, in dem die Bonner Redakteure in Kurzform ihre Ansicht über Genscher notierten, fand man das obenstehnd geschriebene. Natürlich mit Genscher statt Guido….

Fazit: Nicht vorverurteilen, sondern die Chance geben…

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,659648,00.html

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