Verrücktes Rechtssystem…..

Aus dem Bereich „Fundstücke“

Der größte Reisemangel

Opfer des verdorbensten Urlaubs war ein Ehepaar, dass 1996 für insgesamt ca. 2.600,00 € einen zweiwöchigen Pauschalurlaub zu den Malediven und nach Sri Lanka gebucht hatte.

* 1. Panne: Der Abflug verzögerte sich wegen eines technischen Fehlers am Flugzeug. Ein Ersatzflugzeug wurde nicht bereit gestellt. Das Ehepaar musste Stunden am Flugplatz warten.

* 2. Panne: Durch den verspäteten Abflug konnte ein Anschlussflug nach Sri Lanka nicht erreicht werden. Die Nacht, ausgerechnet Heiligabend, musste das Ehepaar in einer heruntergekommenen Absteige verbringen.

* 3. Panne: Das Hotel auf Sri Lanka war überbucht. Als Ersatz diente ein Hotel außerhalb des Ferienzentrums auf einer Insel, die nur bis spätestens 22.00 Uhr mit einer Fähre erreichbar war.

* 4. Panne: Der Weiterflug auf die Malediven verlief zunächst planmäßig. Das Ehepaar kam um 4.00 Uhr auf dem Flughafen an. Der Hotelbus fuhr aber erst um 7.00 Uhr.

* 5. Panne: Das Hotel war überbucht. Das Ehepaar wurde für 4 Tage auf einem Tauchboot einquartiert. Das Boot hatte für 18 Personen nur ein WC und eine Salzwasserdusche. Die Kabinen waren wegen Dieselgestanks nicht nutzbar, das Ehepaar musste auf dem Bootsdeck schlafen. Die täglichen Mahlzeiten (gebucht war Vollpension) bestanden aus geangeltem Fisch und Spaghetti.

* 6. Panne: Der Rückflug kam nicht zustande. Das Ehepaar musste drei Tage warten. Da die Hotelbuchungszeit abgelaufen war, musste man sich zudem selbst eine Unterkunft suchen.

Ergebnis des folgenden Prozesses: Das Ehepaar erhielt den gesamten Reisepreis erstattet und zusätzlich Schadensersatz für entgangene Urlaubsfreuden, für Mehraufwendungen und die verspätete Ankunft in Deutschland.

Die ungewöhnlichste außergerichtliche Einigung

Die ungewöhnlichste außergerichtliche Einigung meldete die Nachrichtenagentur Reuters am 10. März 2003: Zwei Unternehmenschefs in Neuseeland einigten sich durch Armdrücken! Beim Streit um den Zugang zu einem Mobilfunknetz wurde vereinbart, dass der Sieger beim Armdrücken die begehrte Mobilfunklizenz erhalten soll. Die Telekommunikationsfirmen Teamtalk und MCS Digital hatten sich zuvor schon gestritten und auch die Wettbewerbsbehörde eingeschaltet. Bevor der Fall zu Gericht kam, einigte man sich auf diese ungewöhnliche Art des Vergleichs. Der Verlierer, der Chef der Firma Teamtalk, meinte dazu: „Sicherlich, zu verlieren ist schmerzlich, aber längst nicht so sehr, wie die Rechnungen von Anwälten zu bezahlen.“
Zum WEINen…?

Nach dem deutschen Weingesetz (WeinG) darf man einen Wein nicht als „Wein“ bezeichnen. Grund: Das Gesetz sieht es nicht vor! Auf dem Etikett sind nur bestimmte Angaben erlaubt und vorgeschrieben, wie Jahrgang, Lagebezeichnung, Produzent, Qualitätsstufe usw. Das Wort „Wein“ gehört nicht dazu. Einzig beim Landwein darf das Wort „Wein“ überhaupt erwähnt werden.
und zu guter letzt…

Die längste Gesetzesbezeichnung

Erstaunliche Ergebnisse gibt es, wenn die typisch deutsche Neigung zum zusammengesetzten Hauptwort mit dem alltäglichen Bürokratenwahnsinn zusammentrifft. Hier das unglaublichste Beispiel:

Im Zuge der Rinderseuche BSE wurde in Mecklenburg-Vorpommern am 13.10.1999 folgendes Gesetz als Entwurf im Landtag eingebracht:

Rinderkennzeichnungs- und Rindfleischetikettierungsüberwachungs- aufgabenübertragungsgesetz (RkReÜAÜG M-V) Nach Zeitungsberichten soll die Verlesung des Entwurfs zur großen Erheiterung der Abgeordneten geführt haben. Das tatsächlich am 19.01.2000 beschlossene Gesetz hieß dann nur noch: Gesetz zur Übertragung der Aufgaben für die Überwachung der Rinderkennzeichnung und Rindfleischetikettierung
gefunden bei freenet.de

 

(Original: http://frolueb.blog.de/2005/09/13/verrucktes_rechtssystem~177941/)

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